Über Wurstlas
Atlas der Würstelstände
Karte, Kultur und ein Stück Alltag — damit die Standln sichtbar bleiben, wo sie hingehören: mitten in der Stadt.
Was ist Wurstlas
Wurstlas ist der Atlas der Würstelstände — eine Karte und ein Nachschlagewerk für Österreichs Standln. Hier findest du, wo einer steht, wann er offen hat und was dazugehört: Senf, Semmel, Schmäh und ein Stück Stadtkultur.
Auf der interaktiven Karte und in der Liste suchst und sortierst du Stände — in der Nähe, nach Bewertung oder nach Name. Jeder Eintrag zeigt Adresse, Öffnungszeiten, Kommentare und Kontakt, wo vorhanden. Angemeldete Nutzerinnen und Nutzer können neue Standln melden; sie erscheinen erst nach Prüfung. Dazu kommen die Galerie mit Stand-Illustrationen und das Wurstlikon: Geschichte, Speisen und Getränke sowie ein Begriffslexikon der Standlsprache.
Wurstlas ist kein Bewertungsportal und keine Werbefläche. Es ist ein Beitrag zur Kultur der Würstelstände: Wissen sichern, Standln sichtbar halten und die Eigenheiten respektieren, die ein Würstelstand von jedem anderen Imbiss unterscheiden — unabhängig, lokal und mitten im Alltag.
2010
Die Idee
2010 lag der Würstelstand mitten im Stadtbild — und trotzdem war er digital nicht zu finden, zu vergleichen oder zu bewerten. Wann und Wo hat welcher Würstelstand offen und wie komme ich hin - das war der Usecase. Die Idee: die Standln "per Hand" dokumentieren und auf einer interaktiven Karte am Smartphone zu zeigen. Apps waren damals noch modern; Alltagskultur in der Hosentasche wirkte ungewohnt und trotzdem richtig.
Nur lagen die Daten nicht einfach im Netz. Also stiegen Freunde aufs Rad und fuhren durch Wien — auf organisierter Würstelstand-Tour. Sie suchten die Würstelstände in den Bezirken und Gräzeln, im Industriegebiet und in der Innenstadt, redeten mit den Betreiberinnen und Betreibern und hatten dabei noch Spaß.
Aus Gesprächen und Notizen wuchs die erste Grundlage für den Atlas. Geo Technologien am Smartphone setzten den Pin und damit auch gleich die Adresse fürs Navi und dazwischen blieb Zeit für eine Eitrige (Käsekrainer), am Blech und einem freundlichen Austausch mit dem Betreiber bevor es weiterging.
Technologie und Kultur als Treiber
Damals lag App-Programmierung in der Luft, Location-based Services waren der neue Schmäh — und dazu kamen viele durchzechte Nächte am Würstelstand. Aus diesem Mix wuchs der Antrieb, eine eigene App zu bauen und über die App Stores zu verteilen.
Klar war auch: Ein Würstelstand ist kein Kebap-, Nudel- oder Pizzastand. Hier geht es anders zu — und genau das schärfte die Motivation, etwas für die Kultur zu tun, für den Erhalt der Standln und für die Prinzipien, die dazugehören.
Ein echtes Gespräch mit einer Betreiberin oder einem Betreiber, die oder der keiner Kette untersteht und auf das eigene Standl schaut, war und ist einfach das bessere — und lustigere — Erlebnis. Senf, Wurst und Schwarzbrot lagen dem österreichischen Alltag einfach näher.